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Schusterstadt Preetz

Nur 15 Kilometer südöstlich von der Landeshauptstadt Kiel liegt Preetz. Mit rund 16.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Preetz die größte Stadt des Kreises Plön.

Dass Preetz auch heute noch oft und gern als Schusterstadt bezeichnet wird, hat historische Wurzeln: In der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte das Schuhmacherhandwerk in Preetz seine Blütezeit.

Bei einem Rundgang durch die Stadt lassen sich noch viele Zeugnisse des einst florierenden Handwerks entdecken.

Seen und Flüsse prägen das Bild der typisch schleswig-holsteinischen Landschaft, die Preetz umgibt.

Die reizvolle Natur und ein vielfältiges Freizeitangebot machen Preetz zu einem Urlaubsort, der Erholung garantiert.

Geschichte

Der Name Preetz leitet sich von der slawischen Bezeichnung „Porez“ ab, was soviel wie „am Flusse“ bedeutet und sich auf die Schwentine als Wasserweg bezieht. Eine verkehrsgünstig in der Schwentine gelegene Furt bildete den Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Siedlung südlich des heutigen Klosters.

Um die Stadtgeschichte nah zu erleben, lädt die Schustertadt mit ihrem „Schustergang“ zu  Entdeckungstouren ein. Entlang der beiden Stadtrundgänge eröffnen sich neben den Schuhmacherskulpturen und -denkmälern historische Fachwerkhäuser, die von früheren  Handwerkszünften zeugen.

Heute wird das Stadtbild geprägt durch eine Vielfalt von Fachgeschäften sowie Cafes und Restaurants, in denen frische holsteinische Produkte Gaumenfreuden bieten.

Gleichfalls ist der zweimal wöchentliche Markt (Mittwoch, Samstag) ein Garant heimischer Erzeugnisse.

Klosterkirche Preetz

Eine andere „Frische“ zieht sich vom Brunnenstein an der Stadtkirche durch die Innenstadt. Das aus dem zentrumsnahen Kirchsee kommende Wasser führt über eine Rinne durch die Kirchenstraße zum Quellstein auf den Markt und ist hier insbesondere für die Kleinen ein beliebter Tummelplatz.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das historische Benedektinerinnenkloster – heute adeliges Damenstift. Im parkartigen Klosterhof befinden sich ehemalige Konventualinnen-Wohnhäuser sowie der Palast der Priörin und des Klosterprobsten. In der Klosterkirche und in der imposanten Stadtkirche finden in den Sommermonaten Führungen und Konzerte statt.

Kloster Preetz

Die Entwicklung von Preetz ist eng mit der Geschichte des Klosters Preetz verbunden, das 1211 als Benediktinerinnenkloster durch Graf Albrecht von Orlamünde gegründet wurde. Die klösterliche Obrigkeit übte über Jahrhunderte die Rechtsprechung aus und war Verwaltungsinstanz. Diese enge Verbindung mit dem Kloster endete erst, als Schleswig-Holstein 1867 eine preußische Provinz wurde und Preetz 1870 Stadtrechte erhielt.

Preetzer Stadtkirche

Die Stadtkirche wurde von 1200 bis 1210 ursprünglich als Wehrkirche auf einem Hügel über dem

Stadtkirche Preetz

Kirchsee erbaut. Damals wurde der so genannte „Limes Saxoniae“ durch die Schwentine und den Kirchsee markiert: das Gebiet des heutigen Kreises Plön gehörte zu den letzten Gegenden in ganz Europa, die um 1200 noch nicht vollständig christianisiert waren.

Die Stadtkirche stand als Missions- und Wehrkirche auf der Grenze zur überwiegend heidnischen Bevölkerung.

Aus dieser Zeit stammt auch der spätromanische Feldsteinchor (um 1200). Die heutige Gestalt der Stadtkirche ist vom Barockstil geprägt.

Sehenswert: ein romanischer Taufstein aus dem 13. Jahrhundert, Renaissance-Leuchter aus dem 16. Jahrhundert, Bronzekronen aus dem 17. Jahrhundert und ein schwebender Taufengel aus dem 18. Jahrhundert sowie die rekonstruierte historische Barockorgel von 1733/2000 der Orgelbauer Plambeck und Rohlf.

  • Preetzer Orgelsommer, fünf Freitage um 19:30 Uhr im Juni/Juli
  • Marktmusiken und anschließende Kirchenführung Samstags 11:30 Uhr bzw. 12:00 Uhr von Mitte Mai bis Mitte September.

Tradition: das Schusterhandwerk

Über viele Jahrhunderte blühte in Preetz das Handwerk, und zwar nicht nur das der Weber, Töpfer und Goldschmiede, sondern vor allem das der Schuhmacher: Im Jahre 1850 arbeiteten in Preetz 160 selbstständige Schuhmachermeister, 360 Schuhmachergesellen sowie 160 Schuhmacherlehrlinge – bei rund 4.600 Einwohnern.

Schusterkind Preetz

An diese historischen Wurzeln erinnern nicht nur die Plastik eines Schusterjungen und die Schusterskulptur auf dem Preetzer Marktplatz. Mit dem jährlich stattfindenden Schusterfest und dem Preetzer Lorenz Hamann, einem der letzten noch tätigen Holzschuhmacher in Norddeutschland, bleibt diese Tradition bis heute lebendig.

Bereits in der fünften Generation wird das alte Handwerk des Holzschuhmachens von der Familie Hamann ausgeübt, jetzt von Lorenz Hamann, einem der letzten Holzschuhmacher in Norddeutschland. Die ausgezeichnete Handwerksarbeit führte dazu, dass die Holzschuhe, bekannt als „Preetzer Holzschuhe“, den Namen der Stadt weit über die Grenzen hinausgetragen haben.

Die Holzschuhmacher-Innung löste sich bereits 1966 auf. Genau dreißig Jahre später feierte Lorenz Hamann das 150-jährige Bestehen des Familienbetriebes. Heute ist er auf Landwirtschaftsausstellungen, historisch ausgerichteten Märkten und Kunsthandwerksmessen vertreten. Außerdem beliefert er Theater und Festspielproduktionen.

Öffnungszeiten Montags bis Samstags: 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Partnerstädte

Die Stadt Preetz unterhält Partnerschaften zu folgenden Städten:

Patenschaften der Stadt Preetz:

  • Ragnit (Rußland) seit 1953
  • Kindergarten Renz seit 1967

Weitere Informationen und Adressen

Stadt Preetz

Der Bügermeister

Bahnhofstraße 24
24211 Preetz


Polizei

Zentralstation Preetz

Gasstraße 11
24211 Preetz

  • Telefon: (0 43 42) 10 770

Bahnfahrkarten

  • Telefon 0800 1 50 70 90

Toiletten öffentlich

  • Am Bahnhof
  • An der Mühlenau
  • Adeliges Kloster

Ärzte und Notfallbereitschaftsdienst

  • Ärzte-Notrufzentrale: 01805 192 920
  • Internet: www.aerzte-preetz.de

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